Hi, ich bin Jule.
29, UX-Designerin, aus Köln. Seit Mitte 2024 in Breslau. Eigentlich nur für drei Monate. Ihr kennt das.
Ich bin wegen der günstigen Miete und dem guten WLAN gekommen. Ryanair fliegt direkt nach Köln, das Startup in Berlin merkt nicht, ob ich am Rhein oder an der Oder sitze, und die Untervermietung in Ehrenfeld war eh zu teuer. Drei Monate Breslau, dachte ich. Laptop raus, ein paar Pierogi essen, dann zurück.
Dann hat mich jemand in der ersten Woche in ein Weinbistro auf der Włodkowica geschleppt. Ein Sommelier, der 50 Naturweine offen ausschenkt, aus dem Coravin, und ein Koch, der am offenen Feuer kocht und vorher in Barcelona bei einem Michelin-Stern gearbeitet hat. Hauptgang für 40 PLN, also knapp zehn Euro. In Köln zahle ich auf der Aachener Straße allein für ein Glas Riesling mehr.
Das Sublet wurde zum Mietvertrag. Die Włodkowica wurde meine Straße.
Was ihr hier findet
Keine Rankings aus Google-Bewertungen. Keine kopierten TripAdvisor-Listen. Ich schreibe über Orte, an denen ich tatsächlich sitze — manche dreimal die Woche, manche nur zu besonderen Anlässen. Wenn ich ein Restaurant nicht mag, steht es nicht hier. Wenn ich eins richtig gut finde, merkt ihr das.
Mein Fokus: Naturwein, gute Küche ohne Krawatten-Pflicht, Abende, die sich richtig anfühlen. Die Weinbar-Szene in Breslau. Das Włodkowica-Viertel, in dem ich lebe. Restaurants, in die ich Besuch aus Köln schleppe.
Kurz zu mir
Ich bin in Köln aufgewachsen, zwischen Karneval und Kölsch. Naturwein hab ich über die Kölner Szene entdeckt — Weinläden im Belgischen Viertel, Bars in Ehrenfeld. In Breslau bin ich auf polnische Produzenten gestoßen, von denen ich vorher nie gehört hatte, und auf niederschlesische Weine, die es in Deutschland noch gar nicht gibt.
Ich arbeite remote als UX-Designerin für ein Startup in Berlin. Nina und ich leben in der Nähe der Włodkowica. Wir sitzen abends bei Zbawcy Win, kochen samstags mit Zeug aus der Hala Targowa, und wenn Freunde aus Köln kommen, reserviere ich bei Pijalni, bevor sie überhaupt den Flug gebucht haben.
Diese Seite ist kein Job. Kein Blog-Projekt für den Lebenslauf. Ich schreibe das hier, weil es für Breslau keinen gescheiten Restaurantführer auf Deutsch gibt — und weil die Stadt es verdient hat.
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